AfD-Parteitag in Erfurt: Machtanspruch bis 2029 bekräftigt

Tino Chrupalla mit 70 Prozent der Stimmen „zufrieden“

Tino Chrupalla hat seine Wiederwahl an die Parteispitze mit einem Ergebnis von nur 70 Prozent der Stimmen verteidigt. Der erfahrene Politiker äußerte sich in den ARD-Tagesthemen und erklärte, dass er mit diesem Resultat als dienstältester AfD-Vorsitzender „zufrieden“ sei. „Man kann nicht immer mit 3:0 oder 2:0 gewinnen; diesmal war es ein 2:1-Sieg. Andere scheiden im Elfmeterschießen aus“, so Chrupalla weiter.

Wiederwahl der AfD-Doppelspitze

Die AfD-Doppelspitze, bestehend aus Alice Weidel und Tino Chrupalla, wurde auf dem Parteitag für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Alice Weidel erhielt dabei 81,3 Prozent der Stimmen, während Chrupalla auf 70 Prozent kam. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren wählte eine Mehrheit von 82,7 Prozent der Delegierten Chrupalla und 79,8 Prozent für Weidel. Chrupalla, der seit 2019 an der Spitze der in Teilen rechtsextremen Partei steht, wird somit weiterhin die Geschicke der AfD lenken.

Kurs der AfD und Erwartungen der Bürger

In Bezug auf die politische Ausrichtung der AfD äußerte Chrupalla, dass die Bürger „Führungsqualitäten“ erwarteten. Er kritisierte die Bundesregierung scharf für ihre jüngsten Vorschläge zu Steuer- und Rentenpaketen, die seiner Meinung nach den Anforderungen des Landes nicht gerecht würden. „Das sind lediglich kleine Stellschräubchen, die letztlich die Wirtschaft nicht nachhaltig stabilisieren werden“, erklärte der Parteivorsitzende.

Abschluss des Parteitags

Der AfD-Parteitag neigt sich heute dem Ende zu, wobei die abschließenden Reden von Weidel und Chrupalla erwartet werden. In diesen wird es voraussichtlich um die zukünftige Ausrichtung der Partei und die Herausforderungen gehen, denen sie sich in den kommenden Jahren stellen muss.

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